[Rezension] Marthas Widerstand – Kerry Drewery

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Hallihallo ihr lieben Bücherwürmer! Vor kurzem habe ich die Dystopie „Marthas Widerstand“ beendet und ich muss sagen, dass ich wirklich begeistert war! Auch dieses Buch hatte vor etwas längerer Zeit einen ziemlichen Hype, aber heute kann ich diesen voll und ganz verstehen. Wenn ihr mehr über das Buch und meine Gedanken erfahren wollt, müsst ihr nur weiter nach unten scrollen. Ich wünsche euch viel Freude beim Lesen!


Allgemeines

Titel: Marthas Widerstand

Autor/in: Kerry Drewery

ISBN: 978-3-8466-0043-6

Verlag: ONE

Genre: Dystopie

Seitenzahl: 448

Preis: 16,00€


Klappentext

Martha ist des Mordes angeklagt und sitzt in der ersten von sieben Zellen. Sieben Tage lang stimmt das gesamte Volk darüber ab, ob sie freigesprochen oder in eine kleinere Zelle verlegt wird. Die siebte und letzte Zelle ist klaustrophobisch klein, und genauso klein sind Marthas Chancen auf einen Freispruch. Denn die Umfragen zeigen, dass der Großteil der Bevölkerung sie sterben sehen will. Doch was wäre, wenn Martha genau darauf spekuliert. Um dem Volk zu zeigen, dass es nicht in einer perfekten Demokratie lebt, sondern von den Machthabern perfide manipuliert wird? Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, bei dem viel mehr als ein einzelnes Menschenleben auf dem Spiel steht…


Meine Gedanken zum Buch

Martha ist ein junges Mädchen aus den sogenannten „Kratzern“, einem armen Viertel, die angeklagt wird einen Mord begangen zu haben. Aber dies ist kein einfacher Mord, denn das Opfer soll Jackson Paige sein, ein Mann, der sich für das Wohl der Armen aufgeopfert hat. Martha wird jedoch nicht vor ein Gericht gestellt, denn Gerichte gibt es nicht mehr, nein, man entscheidet ihr Schicksal über Online-Votings. Ist das noch Gerechtigkeit? Denn die Schicksale all derer, die in den Todestrakt gekommen sind, wird durch eine Sendung gesteuert: Death is Justice und da geht es nicht darum, Beweise zu sammeln, sondern vielmehr die Leute zu manipulieren. Ist Martha wirklich schuldig? Wird sie überleben? War Jackson Paige wirklich ein Opfer? Was will Martha erreichen?

Bevor wir zur Handlung dieser wirklich gelungenen Dystopie kommen, will ich einige Worte zu dem Schreibstil von Kerry Drewery verlieren und auch zu ihren Protagonisten. Betrachtet man den Schreibstil, so ist er vor allem schnell und flüssig. Durch kurze Kapitel, in denen jeweils verschiedene Perspektiven beleuchtet werden, ist das Lesen sehr dynamisch und spannend. Ich glaube so schnell, wie hier, habe ich noch keine 100 Seiten am Stück gelesen.

Die Protagonisten sind vor allem eins: Sehr stark und individuell, was auch mit dem andauernden Kampf gegen das System einhergeht. Ein Pluspunkt ist zudem auch die starke Innenansicht der verschiedenen Protagonisten, vor allem die von Martha, wodurch Motive, Ängste und die Handlungen für den Leser deutlich werden. Dadurch ist das gesamte Setting emotional sehr aufgeladen, was auch mit der drohenden Todesstrafe Marthas zusammenhängt.

„Ich kann die Märtyrerin sein, Isaac. Das kann ich, aber der Kämpfer musst du sein.“ – Martha, S. 406

Zur Handlung ist zu sagen, dass der Leser nur langsam mit Informationen gefüttert wird. Die Motive Marthas werden nur Stück für Stück offen gelegt und auch, was wirklich in der Nacht geschah, in der Jackson Paige, der vermeintliche Held der Nation, getötet wurde. Dadurch wird die Spannung die ganze Zeit hochgehalten, weil man als Leser einfach alles erfahren möchte. Die Spannung wird auch durch die 7 Zellen extrem angezogen, weil man einfach durchgehend mit Martha mitfiebert und hofft, dass sie ihrem sicheren Tod am Ende doch noch entkommt. Anzumerken ist auch die Propaganda-Maschine „Death is Justice“, die durchgehend über die Gefangenen berichtet und das Meinungsbild lenkt. Ich finde das hier sehr gut gelungen und teilweise bedrohlich realistisch.

Am Ende laufen alle Handlungsstränge zusammen und es ergibt sich ein Bild. Das Ende kann man auch als große Explosion bezeichnen, wo nochmal alle Emotionen aufgewühlt werden. Danach hatte ich das Gefühl, dass ich den zweiten Band „Marthas Mission“ sofort weiterlesen muss – was ich auch getan habe, aber dazu kommt noch eine gesonderte Rezension online.

Letztlich kann ich jedem diese Dystopie nur wirklich ans Herz legen und deshalb bekommt sie von mir auch klare 5/5 Sternen!


Zur Autorin

Kerry Drewery ist Autorin für Kinder- und Jugendbücher. Zelle 7 ist der erste ihrer Titel, der auf Deutsch übersetzt wird. Die Geschichte über ein Justizsystem, das ad absurdum geführt wurde und eine Gesellschaft, in der eine Fernsehshow über die Urteile für Straftäter entscheidet, wird in einem zweiten Band (Seven Days) fortgesetzt, der voraussichtlich 2018 ebenfalls im ONE-Programm erscheint

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